• Link zur Seite versenden
  • Ansicht zum Drucken öffnen
 

Chursdorf

St. Gallus

 

Leider ist über die frühe Geschichte des Gotteshauses nichts bekannt. 

 

Im 18. Jahrhundert wurde es, wie fast alle unsere Kirchen, grundlegend erneuert, davon zeugt eine Inschrift links hinter dem Altar: "1765 ist Gott zu Ehren die Kirche gemalt worden", doch ist das Gebäude mit Sicherheit bereits vor der Reformation erbaut worden. 

 

Das lassen nicht nur die Gestalt des Gebäudes mit dem deutlich abgesetzten Chorraum, sondern auch einige kostbare Reste der Vergangenheit in Form von gotischen und sogar zwei spätromanischen Schnitzfiguren erkennen, auch das Patrocinium des hl. Gallus spricht dafür. 

 

Die ungewöhnliche Gestaltung der Innenausmalung vermag uns zu fesseln. 

 

Emporen, Gestühl, Kanzelaltar und teilweise die Wände sind in kraftvollen Blautönen ausgemalt, wobei die Gestaltung den Betrachter an die Malerei Delfter Kacheln erinnert. 

 

Dazu berichtet die örtliche Überlieferung, dass ein belgischer Kriegsgefangener im Siebenjährigen Krieg, von Beruf Kachelmaler in Delft, sich durch die Ausmalung der Kirche freigekauft hätte. 

 

Wie auch immer – das Ergebnis ist beeindruckend. Leider hat der Maler als Farbe sogenanntes Waidblau verwendet, das als pflanzliches Pigment nicht lichtecht ist und unabwendbar vom Verbleichen bedroht scheint. 

Weiterlesen

Chursdorf_1
Chursdorf_innen
Chursdorf_3