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Rödersdorf

St. Jodokus

 

Dem Reisenden auf der Straße von Schleiz nach Gera fällt schon aus der Ferne der schlanke, 53 Meter hohe gotische Turm mit seinem spitzen Helm auf. 

 

Fahren wir in das Dorf, erkennen wir schnell, dass die für den kleinen Ort sehr große Kirche eine bedeutende Vergangenheit haben muss. 

 

Tatsächlich war Rödersdorf einst Wallfahrtsort mit einer Pietá (Maria mit dem toten Christus auf dem Schoß), die als wundertätig galt. 

 

Dazu passt, dass Rödersdorf einst zwei Ablassmärkte zu Pfingsten und im Herbst abhielt. 

 

Heute noch wird im Herbst der „Abbelsmarkt“ abgehalten, allerdings „nur“ als Kirchweihfest, ohne dass Ablässe verkauft werden.


1193 wird schon von der Errichtung einer Kirche berichtet. 1340 und 41 erteilten Papst Benedict XII. und Bischof Witicho I. von Naumburg einen Ablass bzw. bestätigten ihn.

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